Pressemitteilung

04.09.2006

Großes Bundesverdienstkreuz für Hans Wilhelm Gäb

Presseinformation der Stiftung Deutsche Sporthilfe:

Frankfurt am Main, 4. September 2006 – Bundespräsident Horst Köhler hat Hans Wilhelm Gäb das „Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. Der hessische Innen- und Sportminister Volker Bouffier wird dem Sporthilfe-Chef „in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste“ die Auszeichnung am 20. September in der hessischen Staatskanzlei überreichen.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe plädiert seit Jahren für Fairplay, Transparenz und mehr Solidarität in Sport und Wirtschaft. Seit der mehrfache deutsche Meister und Nationalspieler im Tischtennis 1981 das Präsidentenamt im Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) übernahm, engagiert er sich ehrenamtlich im Sport. Als Vorstandsmitglied und späterer Aufsichtsratschef der Adam Opel AG initiierte er zugleich Sponsoring-Programme für Stars wie Steffi Graf, Top-Teams wie den FC Bayern München und AC Mailand sowie zahlreiche Amateur-Sportarten.

Von 1988 bis 1992 hatte Gäb bereits im Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und von 1990 bis 1991 als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der Deutschen Sporthilfe mitgearbeitet. Gesundheitliche Probleme verhinderten damals das ihm zugedachte stärkere Engagement in der Nachfolge von NOK-Präsident Willi Daume. Er musste 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona auch auf die ihm anvertraute Aufgabe als Chef de Mission der ersten gesamtdeutschen Mannschaft nach der Wiedervereinigung verzichten. Später gab er auch seine Ämter als Präsident der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) und des DTTB auf, den er 13 Jahre lang geführt hatte.

1994 musste sich Gäb einer Lebertransplantation unterziehen. Seine persönliche Erfahrung bewog ihn dazu, Menschen in ähnlicher Situation mit den von ihm gegründeten Vereinen „Sportler für Organspende“ und „Kinderhilfe Organtransplantation“ zu unterstützen. Viele Stars wie Michael Schumacher, Steffi Graf, Johannes B. Kerner, Günther Jauch, Boris Becker, Franziska van Almsick oder Franz Beckenbauer machen mit.

Gäb hatte zu Beginn seiner journalistischen Karriere 1968 das Fachmagazin „Auto-Zeitung“ gegründet, war bei Ford (1973-1981) der erste Kommunikations-Chef im Vorstandsrang und wurde 1996 zum Sportmarketing-Mann des Jahres gekürt. Nach seinem Ausscheiden bei der Adam Opel AG im Jahre 1998 arbeitete Gäb als Kommunikations-Berater und widmete sich wieder verstärkt dem Sport. Er engagiert sich als Ehrenpräsident des DTTB und kehrte 1999 in den Sporthilfe-Vorstand zurück. Seit 2005 führt er nach Josef Neckermann, Willi Daume, Erich Schumann und Hans-Ludwig Grüschow als fünfter Sporthilfe-Vorsitzender die erfolgreichste private Sportförderinstitution in Europa, die er im vergangenen Jahr effizienter strukturierte und unter dem Motto „Leistung - Fairplay – Miteinander“ noch stärker zu einem Markenbegriff der deutschen Gesellschaft machen möchte. Ende vergangenen Jahres wurde Gäb als „Medienperson des Jahres im Sport“ mit dem Laureus Medienpreis ausgezeichnet und im Januar in die „Hall of fame“ des Sponsoringverbands FASPO aufgenommen. Bundespräsident Roman Herzog hatte Gäb 1996 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

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