Pressemitteilung

19.11.2005

Kinderhilfe Organtransplantation vergibt Helmut Werner-Preis

  • Arbeit von Prof. Gisela Offner (Hannover) und Meike Franke (Hamburg) gewürdigt
  • Preisverleihung im Gedenken an den früheren Mercedes-Chef in München

München, 17. November 2005. Mit dem "Helmut Werner-Preis" wird der Verein Kinderhilfe Organtransplantation - Sportler für Organspende e.V. (KiO) in diesem Jahr erstmals zwei Persönlichkeiten auszeichnen, die sich in besonderer Weise um die Belange von transplantierten Kindern und Jugendlichen verdient gemacht haben. Ausgewählt wurden die Medizinerin Prof. Dr. Gisela Offner von der Medizinischen Hochschule Hannover und die Kinderkrankenschwester Meike Franke vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Der mit je 5.000 Euro dotierte Preis ist benannt nach dem 2004 verstorbenen früheren Mercedes-Chef Helmut Werner, der ein außergewöhnliches Engagement für die lebensrettende Idee der Organspende zeigte. Übergeben werden die Preise am Samstag, 26. November, in München durch den KiO-Vorsitzenden Hans Wilhelm Gäb, KiO-Generalsekretärin Christine Stenner und den Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Prof. Dr. Günter Kirste. Über die Vergabe des Preises entschied der KiO-Vorstand in Zusammenarbeit mit dem KiO-Kuratorium, dem die Leiter der führenden deutschen Transplantationszentren angehören.

Zu den Preisträgern:

Prof. Dr. Gisela Offner, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Prof. Dr. Gisela Offner hat in 35 Jahren über 550 Kinder vor und nach Nierentransplantationen behandelt. Neben ihren wissenschaftlichen Arbeiten tragen ihr menschlicher und ärztlicher Umgang mit den Kindern zu Ergebnissen bei, die ihresgleichen suchen. Prof. Offner hat sich besonders der Problematik des Übergangs transplantierter Kinder in das Erwachsenenalter angenommen und dafür auch das Projekt "Endlich erwachsen" (www.endlich-erwachsen.de) entwickelt.

Meike Franke, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Meike Franke betreut als Kinderkrankenschwester seit 26 Jahren nieren- und lebertransplantierte Kinder. Seit 1991 arbeitet sie im UKE als "Social Nurse" und begleitet dort mit großem persönlichen Einsatz lebertransplantierte Kinder und ihre Familien. Uneigennützig und unentgeltlich investiert Frau Franke auch den größten Teil ihrer persönlichen Freizeit in die Betreuung ihrer kleinen Patienten.

Bewerben konnten sich um den Helmut Werner-Preis alle, die sich in Deutschland im Bereich Organtransplantation bei Kindern und Jugendlichen durch eine wissenschaftliche Arbeit, durch ein Projekt oder durch langjährige uneigennützige Arbeit hervorgetan haben. Dies konnten Ärzte, Schwestern und Pfleger, psychosoziale Mitarbeiter oder ehrenamtliche Helfer gemeinnütziger Organisationen sein. Der Preis wird auch im nächsten Jahr vergeben.

KiO (www.kinderhilfe-organtransplantation.de) hilft Kindern und ihren Familien, die vor und nach einer Transplantation neben der rein medizinischen Fürsorge Betreuung und materielle Hilfe brauchen. Der mildtätige Verein ist eine Initiative des Vereins Sportler für Organspende, in dem sich eine Elite des deutschen Sports zusammengeschlossen hat. KiO wurde 2004 gegründet, weil transplantierte Kinder und ihre Familien auch nach einer erfolgreichen Transplantation Unterstützung und Betreuung benötigen. Die Gratwanderung zwischen Leben und Tod, die Isolation in der Spezialklinik und die Erlebnisse der Operation sollen für sie nicht zum Trauma werden.

Hinweis für die Redaktionen:
Interessierte Pressevertreterinnen und -vertreter sind herzlich zur Preisübergabe am Samstag, 26. November, 12 Uhr, im Arabella Sheraton Grand Hotel in München eingeladen. Akkreditierungswünsche bitte bis Dienstag, 22. November, unter nachstehendem Kontakt.

Pressekontakt KiO:
Oliver Kauer-Berk, Telefon 0172-66 22 093
E-Mail: kio@vso.de

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