Pressemitteilung

22.11.2009

Franz Beckenbauer übergibt Preis an Transplantationsmediziner

Kinderhilfe Organtransplantation würdigt Arbeit des Tübinger Arztes Dr. Ekkehard Sturm mit dem Helmut Werner-Preis / Verleihung im Gedenken an früheren Mercedes-Chef in München

 

München, 22. November 2009.  In diesem Jahr hat der Verein Kinderhilfe Organtransplantation e.V. (KiO) den Tübinger Transplantationsmediziner Dr. Ekkehard Sturm mit dem Helmut Werner-Preis ausgezeichnet. KiO-Mitglied Franz Beckenbauer übergab die Auszeichnung am Sonntag in München.

 

Mit dem Helmut Werner-Preis würdigt KiO bereits im fünften Jahr besonderes Engagement für transplantierte Kinder und Jugendliche. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ist benannt nach dem 2004 verstorbenen früheren Mercedes-Chef Helmut Werner, der ein außergewöhnliches Engagement für die lebensrettende Idee der Organspende zeigte.

 

KiO unterstützt Kinder vor und nach einer Transplantation sowie deren Familien, die neben der medizinischen Fürsorge auch Betreuung und materielle Hilfe benötigen, und ist eine Initiative des Vereins Sportler für Organspende, in dem sich eine Elite des deutschen Sports zusammengeschlossen hat.

 

Helmut Werner-Preisträger Dr. med. Ekkehard Sturm, PhD, ist Oberarzt an der Universitätsklinik Tübingen. Der 46-Jährige leitet dort das Lebertransplantationsprogramm der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und engagiert sich ehrenamtlich bei der Deutschen Transplantationsgesellschaft und in anderen Gremien für die Belange betroffener Kinder. Vor der Tätigkeit in Tübingen arbeitete er am Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg und am University Medical Center Groningen in den Niederlanden. Dr. Ekkehard Sturm hat bereits mehrfach Auszeichnungen und Stipendien erhalten. Seine Vortrags- und Publikationstätigkeit bewertete die Jury als überdurchschnittlich.

 

Neben Franz Beckenbauer gratulierten dem neuen Preisträger der KiO-Vorsitzende Hans Wilhelm Gäb, Laudator und Vorjahres-Preisträger Prof. Dr. Heinrich Netz sowie Erika Werner aus dem KiO-Kuratorium, das über die Vergabe des Preises entschied. Dem Kuratorium gehören Leiter führender deutscher Transplantationszentren an.

 

Bewerben konnten sich um den Helmut Werner-Preis alle, die sich in Deutschland im Bereich Organtransplantation bei Kindern und Jugendlichen durch eine wissenschaftliche Arbeit, durch ein Projekt oder auch durch langjährige uneigennützige Arbeit im Betreuungs- und Pflegebereich hervorgetan haben.

 

Die vorherigen Preisträger:

2008: Prof. Dr. Heinrich Netz, Transplantationsmediziner, Klinikum München-Großhadern

2007: Dr. Miriam Zimmering, Oberärztin Kindernephrologie, Charité Berlin

2006: Prof. Dr. Martin Burdelski, Transplantationsmediziner, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

2005: Prof. Dr. Gisela Offner, Transplantationsmedizinerin, Medizinische Hochschule Hannover

2005: Meike Franke, Kinderkrankenschwester, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 

KiO ist eine Initiative des Vereins Sportler für Organspende, in dem sich eine Elite des deutschen Sports zusammengeschlossen hat. Erster Vorsitzender ist Hans Wilhelm Gäb, Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe und selbst lebertransplantiert. Zum Vorstand gehören der herztransplantierte Leichtathletik-Olympiasieger Hartwig Gauder, Antje Gutsche als Mutter eines transplantierten Kindes, Fechtweltmeisterin Sabine Krapf und der ehemalige Opel-Vorstand Horst Borghs. Prominente Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Johannes B. Kerner oder Rosi Mittermaier unterstützen KiO. Unter www.kiohilfe.de informiert der gemeinnützige und mildtätige Verein über seine Tätigkeit. Jeder kann als KiO-Fördermitglied (ab 48 Euro Jahresbeitrag) mithelfen.

< Zur Übersicht