Pressemitteilung

20.03.2012

Transplantationspreis für Heidelberger Psychologin


Kinderhilfe Organtransplantation würdigt Lebensleistung von Evelyn Reichwald-Klugger mit Helmut Werner-Preis / Verleihung im Gedenken an früheren Mercedes-Chef

Frankfurt am Main, 19. März 2012. Die Kinderhilfe Organtransplantation (KiO), eine Initiative der prominenten „Sportler für Organspende“, hat die Heidelberger Psychologin Evelyn Reichwald-Klugger mit dem renommierten Helmut Werner-Preis ausgezeichnet. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an den 2004 verstorbenen Mercedes-Chef und wurde in Frankfurt von KiO-Mitglied Franziska van Almsick, Helmut Werners Sohn Jens und dem Vereinsvorsitzenden Hans Wilhelm Gäb übergeben. KiO unterstützt organkranke Kinder und deren Familien vor und nach einer Transplantation in sozialen Notlagen.

Evelyn Reichwald-Klugger erhielt den Helmut Werner-Preis für ihre herausragenden Verdienste in der psychosozialen Betreuung chronisch nierenkranker und transplantierter Kinder. Denn die erforderliche Hilfe für diese Kinder und ihre Familien ist durch eine rein medizinische Versorgung nicht zu leisten. Neben der täglichen Arbeit mit schwer kranken jungen Patienten und ihren Angehörigen am Universitätsklinikum Heidelberg hat sie ihr Tätigkeitsfeld konzeptionell strukturiert und maßgebend beigetragen, es in Deutschland zu verbreiten. Sie gilt als Pionierin auf diesem Gebiet.

Der Preis von KiO für Menschen, die sich in besonderem Maße um die Belange von Kindern und Jugendlichen vor oder nach einer Transplantation verdient gemacht haben, wird seit 2005 vergeben und ist benannt nach dem ehemaligen Mercedes-Chef, der 2004 an den Folgen eines Leberversagens starb. Werner hatte sich als Mitglied des Vereins Sportler für Organspende in besonderer Weise für die Transplantationsmedizin eingesetzt, konnte selbst aber nicht mehr rechtzeitig durch eine Organspende gerettet werden.

Die Sportler für Organspende gelten als einzige sportarten-übergreifendende soziale Aktion der deutschen Sportelite. Als Mitglieder in dem 1998 gegründeten Verein motivieren über 100 Olympiasieger, Welt- und Europameister gemeinsam mit bekannten Journalisten andere Menschen, einen Spendeausweis zu führen – darunter Franz Beckenbauer, Rosi Mittermaier und Johannes B. Kerner. Um Betroffenen direkt zu helfen, haben sie 2004 KiO gegründet. Der gemeinnützige und mildtätige Verein ist die einzige Hilfsorganisation dieser Art.

Mit der Verleihung des Helmut Werner-Preises hatte das Thema Organspende einen großen Auftritt im „Herzen des deutschen Sports“. Die neu in die Frankfurter Otto-Fleck-Schneise gezogenen VSO und KiO nutzten die Gelegenheit, ihre Arbeit den Kolleginnen und Kollegen der benachbarten Sportverbände vorzustellen. Professor Björn Nashan, Chirurgiechef der Uniklinik in Hamburg-Eppendorf, berichtete dabei über den Erfolg von Organverpflanzungen bei Kleinkindern. Eine Mutter schilderte in einem emotionalen Vortrag ihre Erfahrungen mit einem transplantierten Kind und der Hilfe von KiO. Als Moderator der Veranstaltung fungierte Vereinsmitglied Pascal Roller, der langjährige Kapitän der Skyliners-Basketballer.

< Zur Übersicht