Pressemitteilung

19.03.2013

Transplantationspreis für das Münchner Ärzte-Ehepaar Dalla Pozza

Kinderhilfe Organtransplantation würdigt wissenschaftliche Verdienste um organkranke Kinder mit Helmut Werner-Preis / Franziska van Almsick, Johannes B. Kerner und der frühere Mercedes-Chef Jürgen Hubbert übergeben die Auszeichnung


Die Kinderhilfe Organtransplantation e.V. (KiO) hat die Transplantationsmediziner und Wissenschaftler Susanne Bechtold-Dalla Pozza und Robert Dalla Pozza vom Klinikum der Universität München mit dem renommierten Helmut Werner-Preis ausgezeichnet. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an den früheren Mercedes-Chef und wurde in Frankfurt von dessen Sohn Jens Werner, von Franziska van Almsick, von Johannes B. Kerner, von Werners Nachfolger Professor Jürgen Hubbert und vom KiO-Vorsitzenden Hans Wilhelm Gäb übergeben. KiO unterstützt organkranke Kinder und deren Familien vor und nach einer Transplantation in sozialen Notlagen.

PD Dr. Susanne Bechtold-Dalla Pozza, Ärztin an der Kinderklinik (Campus Innenstadt), und Prof. Dr. Robert Dalla Pozza, Oberarzt der Abteilung für Kinderkardiologie und Pädiatrische Intensivmedizin (Klinikum Großhadern), haben sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit insbesondere mit den Langzeitproblemen transplantierter Kinder auseinandergesetzt und wichtige Erkenntnisse für die Lebensqualität der kleinen Patienten im Langzeitverlauf und das Überleben des transplantierten Organs gewonnen. Während Susanne Bechtold-Dalla Pozza sich seit 1995 mit Fragen des Wachstums und der Osteoporose bei transplantierten Kindern beschäftigt, konzentriert sich Robert Dalla Pozza auf die Entwicklung und frühzeitige Erkennung von Gefäßerkrankungen und Fragen der Hypertonie.

Der Helmut Werner-Preis wird seit 2005 an Menschen vergeben, die sich um die Belange von Kindern und Jugendlichen vor oder nach einer Transplantation verdient gemacht haben. Zu den Ausgezeichneten gehören Mediziner genauso wie Psychologen, Sozialpädagogen und Pflegefachkräfte. Der Preis ist benannt nach dem ehemaligen Automobilmanager, der 2004 an den Folgen eines Leberversagens starb. Werner hatte mit dem Verein Sportler für Organspende (VSO) die Gründung der Kinderhilfe ermöglicht, konnte selbst aber nicht mehr rechtzeitig durch eine Organspende gerettet werden.

Veranstaltung „Organspende – Nein Danke?“ bietet Rahmen und Diskussionsstoff

Die Verleihung des Helmut Werner-Preises war Teil der von VSO und KiO organisierten Veranstaltung „Organspende – Nein Danke?“ Vereinsvorsitzender Hans Wilhelm Gäb sagte: „Die unzureichend transparenten Abläufe in einigen Transplantationskliniken haben der Sache der Organspende in den vergangenen Monaten sehr geschadet. Mehr Menschen sterben auf den Wartelisten. Die erkannten Missstände in der Verteilung von Spenderorganen sind rigoros abzustellen. Andererseits bleibt es die Wahrheit: Jeder Organspender rettet Leben.“
Bei der von VSO- und KiO-Mitglied Johannes B. Kerner moderierten Veranstaltung sprachen Experten zum Thema: Dr. Christina Berndt hatte als Wissenschafts-Redakteurin der Süddeutschen Zeitung die Manipulationen bei Organtransplantationen aufgedeckt. Dr. Rainer Hess äußerte sich als neuer hauptamtlicher Vorstand für Restrukturierung bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation zur Zukunft des Transplantationswesens in Deutschland.

Hier Fotos von der Veranstaltung zur kostenfreien Veröffentlichung herunterladen
 

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