Besuch in Ungarn

08. Juli, 2013

Von der Professionalität in der Nachbetreuung transplantierter Kinder und Jugendlicher in Ungarn haben sich jüngst KiO-Geschäftsführerin Eva Vogler und die auf Organtransplantation spezialisierte Krankenschwester Meike Franke überzeugt. 

Beide waren zwei Tage lang Gäste im Jugendcamp der ungarischen „Transplant Foundation for Renewed Lives“ (Transalap) am Plattensee. Das Camp versammelte 90 Transplantierte, und mit Eltern, Geschwistern und zum Teil auch Großeltern kamen 200 Teilnehmer zusammen, die ein Hotel komplett belegten. Die Campwoche ist für die Familien der Jahresurlaub. Für die Transplantierten und ein weiteres Familienmitglied ist die Teilnahme kostenlos, die anderen zahlen einen geringen Unkostenbeitrag. Geboten werden viele erlebnispädagogisch orientierte Freizeitprogramme und Elterngespräche. Einer der Höhepunkte: Die transplantierten Kinder durften eine Runde mit „harten Jungs“ auf dem Motorrad drehen. Jeden Abend gab es Programm auf einer Bühne. Gesangs- und Tanzvorträge der Teilnehmer sorgten für gute Stimmung, genauso das Konzert der in Ungarn sehr bekannten Popgruppe Fivérek.

 

Die Transalap-Stiftung arbeitet eng mit dem Transplantationszentrum in Budapest zusammen und erhält staatliche Unterstützung. „Wir haben einen guten Einblick in den Ablauf des Jugendcamps und die Umstände in Ungarn bekommen und auch Erkenntnisse für unsere Familienfreizeiten gewinnen können“, bilanziert Eva Vogler den Besuch. „Auch die Gastfreundschaft und Herzlichkeit haben uns beeindruckt.“ Eine vergleichbare Einrichtung gibt es in Deutschland nicht. „Im Grunde arbeitet Transalap wie KiO, ist nur wesentlich größer“, sagt Vogler.

 

Geplant ist, die ungarischen Organisatoren im kommenden Jahr zur einer KiO-Familienfreizeit einzuladen. Langfristig wollen sich unter Federführung der Ungarn Hilfsorganisationen aus ganz Europa über ihre Arbeit für transplantierte Kinder und ihre Familien austauschen.

Hier einige Impressionen vom Camp: