Der zweite Schritt: Waldpiratencamp

03. Juli, 2007

Nach dem Erlebnispädagogischen Familienseminar gehen organtransplantierte Kinder nun alleine ins Waldpiratencamp.

Für zwölf transplantierte Kinder, die mit ihren Eltern im vergangenen Jahr die Erlebnispädagogischen Familienseminare von KiO besucht haben, folgt vom 20. bis 28. August der zweite Schritt auf dem Weg zur Selbständigkeit. Im Waldpiratencamp in Heidelberg können sie nun ohne Eltern beweisen, dass sie in der Lage sind, Eigenverantwortung zu übernehmen. Sie lernen etwa, Medikamente möglichst selbständig einzunehmen sowie Ernährungsregeln aus eigener Initiative einzuhalten. Dennoch befinden sich die Kinder in einem behüteten Rahmen. Sie werden in dieser Einrichtung der Deutschen Kinderkrebs-Stiftung (www.waldpiraten.de) von KiO-Pädagogen sowie einem Arzt betreut. Ins Waldpiratencamp werden die transplantierten Kinder auch von ihren Geschwistern begleitet. Der Hintergrund: Transplantierte Kinder nehmen leicht Sonderrollen in ihren Familien ein. Im Camp können sie aus Hilflosigkeit und Passivität wieder herausgeholt werden, wenn sie erkennen, dass sie viel zum Gelingen von Gruppenaktivitäten beitragen können.