Erstmals über 4.000 Menschen gerettet

31. Januar, 2007

Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) bekannt gegeben hat, ist die Zahl der im Jahr 2006 in Deutschland durchgeführten Transplantationen von 3.910 in 2005 auf 4.032 gestiegen. Erstmals konnten damit über 4.000 schwer kranke Menschen gerettet werden. „Dies war nur möglich, weil 1.259 Menschen bundesweit nach dem Tod ihre Organe gespendet haben, das sind 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor“, erklärte DSO-Vorstand Prof. Dr. Günter Kirste.

Die positiven Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass nach wie vor ein großer Mangel an Spenderorganen besteht. Fast 12.000 Menschen warten auf eine Niere, eine Leber, ein Herz, eine Lunge oder eine Bauchspeicheldrüse. Im vergangenen Jahr starben im Durchschnitt an jedem Tag drei Menschen auf der Warteliste. „Die Transplantationsmedizin ist heute eine Erfolgsstory, die Techniken gehören inzwischen zum Standard der medizinischen Versorgung und sind so erfolgreich, dass die gespendeten Organe über Jahrzehnte hinweg funktionsfähig bleiben und die Empfänger ein nahezu normales Leben führen können. Das einzige, was uns fehlt, sind die Organe“, sagte Kirste und betont, dass jeder einzelne Mensch, der seine Organe nach seinem Tod spendet, im Durchschnitt drei Menschenleben rettet. Trotzdem haben nur rund 12 Prozent der Bundesbürger einen Organspendeausweis, obwohl Umfragen immer wieder bestätigen, dass über 80 Prozent der Befragten dem Thema Organspende grundsätzlich positiv gegenüber stehen und die meisten Menschen im Bedarfsfall eine Organspende annehmen würden.

Detaillierte Informationen und Organspendeausweise gibt es über das Infotelefon Organspende unter der gebührenfreien Rufnummer 0800-90 40 400 oder auch beim Verein Sportler für Organspende zum Download unter www.vso.de.