Täglich 52 Gespräche zur Organspende

19. August, 2010

Seit zehn Jahren gibt es beim Infotelefon Organspende kompetente Information zum Thema Organspende.

„Auch in meinem Alter kann ich noch Organe spenden? Das hätte ich nicht gedacht“, freut sich eine Anruferin. Seit Gründung des gebührenfreien Infotelefons Organspende im Jahr 2000 wurde die Frage nach einer Altersgrenze für Organspende mit am häufigsten gestellt. Inzwischen informieren die Mitarbeiterinnen seit zehn Jahren fachkundig rund um das Thema Organspende und Transplantation. „Viele Menschen wünschen ein persönliches und individuelles Gespräch“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) gründete die BZgA das Infotelefon als Anlaufstelle für alle Fragen. Immer noch gibt es in der Bevölkerung viele Informationslücken. Nach einer BZgA-Umfrage fühlen sich über 50 Prozent der Bundesbürger nicht ausreichend über Organspende informiert. „Genau hier setzen wir mit dem Infotelefon an, denn nur wer das nötige Wissen hat, kann eine sichere Entscheidung zur Organspende treffen“, betont DSO-Vorstand Dr. Thomas Beck.

Die meisten Anrufer erkundigen sich nach einer Altersgrenze oder haben Fragen zum Organspendeausweis oder Vorerkrankungen. Hin und wieder kommt es auch zu außergewöhnlichen Situationen, etwa wenn das Infotelefon „live“ ins Klassenzimmer geschaltet wird: „Wenn Lehrer mit Schülern über Organspende diskutieren und eine Frage nicht beantworten können, kam es schon vor, dass sie bei uns angerufen und den Lautsprecher angemacht haben“, erzählt Projektleiterin Susan Novak. Seit Gründung wurden durchschnittlich 52 Gespräche pro Tag geführt und über 45.000 E-Mails beantwortet.

Unter der Rufnummer 0800/90 40 400 ist das Infotelefon montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Organspendeausweise und Infomaterial können über das Infotelefon kostenlos bestellt werden.