Wie die KiO-Freizeiten wirken

21. Juli, 2015

„Ich traf eine glückliche, fröhliche und entspannte Frau, die mir begeistert von der KiO-Familienfreizeit erzählte“, berichtet uns die überraschte Familienhelferin vom jüngsten Besuch bei der Mutter des lebertransplantierten Nedim.

Auch Nedim (Name geändert) erzählte begeistert von seinen Erlebnissen. Das Schicksal meinte es bisher nicht gut mit ihnen: Nedims Mutter wuchs in einem anderen Land auf, kam ohne Deutschkenntnisse nach Deutschland, um dort blutjung zu heiraten. Sie bekam zwei Kinder, es folgte die schwere Zeit vor Nedims Transplantation. Fast zwei Jahre lang lag Nedim in der Klinik. In dieser schweren Zeit beschloss Nedims Mutter, Deutsch zu lernen, nicht zuletzt um die Ärzte zu verstehen. Das Zusammenleben mit ihrem Mann wurde immer schwerer. Nedims Mutter nahm ihren Mut zusammen, trennte sich und lebte ohne familiäre Unterstützung und mit zwei Kindern an einem geheimen Ort. Das prägte auch Nedim. Im Laufe der viertägigen KiO-Familienfreizeit taute er aber richtig auf. Nun nimmt er Anfang August am KiO-Jugendcamp teil: eine ganze Woche lang und ohne Mutter. Das hätte sich Nedim vorher nicht getraut.

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