Sportler, Golfer, Helfer!

17. Oktober, 2015

Beim „Herzklopfen“-Benefiz-Golfturnier in Esslingen und im Golf-Club Hohenstaufen machen große Sportler kleine Patienten wie die lebertransplantierte Clara zu den Gewinnern.

Zum ersten Mal dabei und gleich Siegerin: Andrea Spatzek, bestens bekannt als Gabi Zenker aus der Lindenstraße bereicherte zusammen mit Sänger Albert Oberloher (Gruppe Wind) und TV-Rechtsanwalt Ingo Lenßen die große Gruppe der angetretenen prominenten Sportler beim „Herzklopfen-Turnier“ in Esslingen und im Golf-Club Hohenstaufen. „Fußballer und Sportler“ titulierte sie Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger: die Weltmeister Bernd Hölzenbein und Guido Buchwald, Klaus Fischer, Bernd Martin, Holger Fach und Buffy Ettmayer, Doppelolympiasieger Uwe-Jens Mey (Eisschnelllauf), Olympiasiegerin Cornelia Hanisch (Fechten), Olympiamedaillengewinner Gerhard Hennige (400 Meter Hürden und 4x400-Meter-Staffel), Dr. Gerhard Wucherer (4x100-Meter-Staffel), Europameister Hans-Peter Ferner (800 Meter) und Disziplinkollege Franz-Josef Kemper (Olympia-Vierter) sowie last, but not least Weltmeisterin Sabine Krapf, Vorstandsmitglied bei VSO und KiO (Moderner Fünfkampf und Degenfechten), unterstützten die Organisatoren um Wolfgang Haussmann für den Förderverein Herzklopfen und Klaus Wolfermann für KiO.

Am Vorabend begrüßte Geschäftsführer Christopher Baur die Golfer in der Trinkstube der Sektkellerei Kessler, wo man sich mit schmackhaften Hochgewächsen auf das Turnier einstimmte. Zur Flight-Auslosung und Vorstellung der Spendenzwecke begab sich die Truppe danach ins Alte Rathaus, wo leckere italienische Antipasti warteten. Helga Entenmann, Vorsitzende von Proklinikum, erzählte über die Aktivitäten ihres Vereins, Wolfgang Haussmann stellte Herzklopfen vor und Klaus Wolfermann holte sich die Zweite Vorsitzende von Sportler für Organspende und KiO auf die Bühne. Sabine Krapf erzählte von den vielfältigen Hilfen des gemeinnützigen und mildtätigen Vereins für organkranke Kinder und ihre Familien, die dank der Spendengelder möglich sind. Ab 22 Uhr wartete der Shuttledienst vom Autohaus Entenmann.

Leider versteckte am Morgen sich die Sonne hinter Hochnebel, und der herrliche Golfplatz Hohenstaufen kam nicht so zur Geltung, wie er es verdient hätte. Doch die Greenkeeper hatten ganze Arbeit geleistet und er präsentierte sich in hervorragendem Zustand. Für die Gäste sehr interessant ist die Benennung der Spielbahnen mit Namen aus der Geschichte des Staufergeschlechts. Einige liegen in Sichtweite zur Burg Ramstein. Präsident Dr. Erwin Stark begrüßte die Mitglieder und Gäste, erklärte die Regeln des Spielmodus „Chapman-Vierer“ und schickte die Spielerinnen und Spieler auf die Runde.

Die Abendveranstaltung fand erneut in den der Gärtnerei Heubach inmitten von Kakteen statt. Ein köstliches Menü und flotte Musik erwarteten die Gäste und natürlich die Siegerehrung durch den Vereinspräsidenten. Die prominenten Gäste mit ihren Chapman-Partnern schnitten dabei sehr gut ab: Am nächsten zur Fahne lagen Cornelia Hanisch und Ake Armbrust, Bernd Martin und seine Frau Beatrice schlugen jeweils den Longest Drive; zusammen mit Ulrich Schneider entschied Cornelia Hanisch die Bruttowertung für sich mit 30 Punkten, gefolgt von Klaus Fischer und Jacek Pigorsch mit 27 und Susanna Ettmayer mit Felix Böhmerle mit 26. Andrea Spatzek und Partnerin Gudrun Armbrust siegten im Netto der Klasse A, die Klasse B sah Katja Huber und Diana Heintel auf Platz eins, Holger Fach und Gila Ferner auf dem zweiten und Buffy Ettmayer mit Karin Seiz auf dem dritten Platz.
Bevor die Schecks mit jeweils 13.000 Euro für jede Organisation überreicht wurden, erzählten Vater Jürgen und Tochter Clara aus ihrem Leben. Clara kam vor zwölf Jahren in Portugal zur Welt, und bereits nach ein paar Tagen nahm ihre Haut eine immer gelbere Färbung an. Es stellte sich heraus, dass sie leberkrank war. Zurück in Deutschland begann eine Odyssee durch Kliniken, bis sich herausstellte, dass nur eine Transplantation Claras Leben retten kann. Der Vater entschloss sich, ein Stück seines Organs an seine Tochter weiterzugeben und erzählt: „Als ich Clara nach der OP sah, sah sie schon aus wie ein normales rosiges Baby“. Es geht ihr bis heute gut, sie betreibt wettkampfmäßig Leichtathletik, macht am liebsten Waldlauf und war mit ihren Eltern und Schwestern schon Teilnehmer eines erlebnispädagogischen Seminars von KiO in Teistungen. Das hat allen Familienmitgliedern gut gefallen, vor allem festzustellen, dass andere Familien ähnliche Geschichten und Probleme haben. Da würde Clara gerne wieder einmal dabei sein. Die eingenommenen Spenden sind also gut angelegt.


Die prominenten Teilnehmer


Albert Oberloher puttet genau


Buffy Ettmayer freut sich mit seinen Mädels über den schönen Golftag


Sabine Krapf stellt KiO vor


Andrea Spatzeks Silvester ist mit dem Preis für Platz eins gesichert


Sabine Krapf, Vater Jürgen und Tochter Clara (lebertransplant.), Klaus Wolfermann


Die Schecks für KiO, Herzklopfen und Proklinikum


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