Gäb erhält Goldene Sportpyramide

13. November, 2020

Wir freuen uns riesig mit ihm und sind stolz: Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat unseren Vereinsgründer und Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Wilhelm Gäb für sein „Lebenswerk des moralischen Gewissens des deutschen Sports“ mit ihrer Goldenen Sportpyramide ausgezeichnet.

„Der frühere Tischtennis-Nationalspieler, Wirtschaftsführer und Funktionär hatte fast ein halbes Jahrhundert lang als Gesicht für fairen und sauberen Sport dem deutschen und internationalen Sport seinen Stempel aufgedrückt“, teilt die Sporthilfe mit.

Hans Wilhelm Gäb gilt als eine der profiliertesten und angesehensten Personen des deutschen Sports. Seit der mehrfache Deutsche Meister und Nationalspieler im Tischtennis 1981 das Präsidentenamt im Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) übernahm, engagierte er sich ehrenamtlich im Sport. Von 1988 bis 1992 hatte Gäb im Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und von 1990 bis 1991 als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der Deutschen Sporthilfe mitgewirkt. Gesundheitliche Probleme verhinderten damals das ihm zugedachte stärkere Engagement in der Nachfolge von NOK-Präsident Willi Daume. Auf die 1992 für die Olympischen Spielen in Barcelona ihm anvertraute Aufgabe als Chef de Mission der ersten gesamtdeutschen Mannschaft nach der Wiedervereinigung musste er verzichten, weil ein Virus seine Leber zu zerstören begann. Später gab er auch seine Ämter als Präsident der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) und des DTTB auf, den er 13 Jahre lang geführt hatte.

1994 musste sich Gäb einer Lebertransplantation unterziehen. Seine persönliche Erfahrung bewog ihn dazu, Menschen in ähnlicher Situation mit den von ihm gegründeten Vereinen „Sportler für Organspende“ (1998) und „Kinderhilfe Organtransplantation“ (2004) zu unterstützen.

Der gelernte Journalist gründete zu Beginn seiner beruflichen Karriere das Fachmagazin „Auto-Zeitung“ (1968) und war bei Ford (1973-1981) der erste Kommunikations-Chef im Vorstandsrang. 1982 wechselte er zur Adam Opel AG, zunächst in den Vorstand, zuletzt als Vice-President von General Motors Europe und Aufsichtsratsvorsitzender der Adam Opel AG. Nach dem beruflichen Ausstieg bei Opel (1998) engagierte er sich wieder verstärkt im Sport und kehrte in den Sporthilfe-Vorstand zurück, von 2005 bis 2007 als Vorstandsvorsitzender. Unter dem Motto „Leistung. Fairplay. Miteinander.“ entwickelte er den noch heute gültigen strategischen Markenkern der Stiftung. 2008 wechselte er als Vorsitzender in den Aufsichtsrat, dem er bis heute als Ehrenvorsitzender angehört.
Hans Wilhelm Gäb ist seit 58 Jahren mit Frau Hella verheiratet und hat zwei Kinder, Wolfgang und Christiane.

Die Wahl des Preisträgers der „Goldenen Sportpyramide“ erfolgt durch die bisherigen Preisträger sowie den Sporthilfe-Stiftungsrat als unabhängige Jury. Seit dem Jahr 2000 wird die „Goldene Sportpyramide“ verliehen. Unter den Preisträgern sind unter anderem Steffi Graf, Franz Beckenbauer, Heiner Brand, Henry Maske, Rosi Mittermaier-Neureuther, Uwe Seeler und Max Schmeling sowie Vorjahres-Preisträgerin Franziska van Almsick. Hans Wilhelm Gäb wird gleichzeitig Mitglied der „Hall of Fame des deutschen Sports“, die damit zukünftig aus 121 Mitgliedern besteht.