Selinas KiO-Zimmer

22. August, 2015

Selina wird bald drei Jahre alt, sie mag Plüschtiere, „und ihr geht es richtig gut in ihrem neuen Zimmer“, freuen sich die Eltern. Für Selina ist das heute nicht selbstverständlich.

Sie kam mit dem Alagille-Syndrom zur Welt. Eine seltene Erbkrankheit mit Gallenstauung, die eine Lebertransplantation oft unumgänglich macht. Die gute Nachricht: Die Operation verlief sehr gut, medizinisch gesehen erholte sich Selina schnell. Allerdings, darauf legen die Ärzte Wert, muss die Wohnung für ein transplantiertes Kind und sein empfindliches Immunsystem tipptopp sein. Ein Bad mit abgelösten Fliesen, Löcher im Laminat – das geht aus Hygienegründen nicht. Die Eltern machen sich rasch an die Renovierung, doch Geld ist knapp: Wegen Selinas Krankheit konnte die Mutter nicht mehr arbeiten. Die Familie lebt von Hartz IV und dem 450-Euro-Job des Vaters. Die Reparaturen fressen die geringen Ersparnisse auf, für neue Kindermöbel ist kein Geld mehr da. Der Sozialdienst von Selinas Klinik nimmt deswegen Kontakt zu KiO auf. „Die Eltern kümmern sich rührend“, erfahren wir, „jedoch macht ihnen das Finanzielle Sorgen, was die mentale Belastung nach der Transplantation noch erschwert.“ KiO überweist eine größere Summe für die Renovierung und ein neues Kinderzimmer. „Wir hätten es niemals alleine geschafft“, bedanken sich die Eltern später persönlich.

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